Das Haus ist noch voller Sachen – muss ich vor dem Verkauf ausräumen?
Nein, nicht unbedingt. Welcher Weg sich für Sie lohnt.
Die Schränke sind voll, im Keller stehen Kisten von vor vierzig Jahren, der Dachboden ist zugestellt und die Garage auch. Und irgendwo dazwischen hängen Erinnerungen an ein ganzes Leben.
Viele Familien glauben: Erst muss alles raus, dann kann man verkaufen. Und weil das Räumen so viel Kraft kostet, bleibt das Haus oft monatelang stehen. Das kostet Geld – und Nerven.
Dabei gilt: Sie können auch ein volles Haus verkaufen. Entscheidend ist nur, dass vorher klar geregelt ist, wer was bis wann räumt.
Bevor irgendetwas rausgeht: die Papiere sichern
Egal, welchen Weg Sie wählen – nehmen Sie sich einen Tag Zeit und suchen Sie zuerst alles heraus, was Sie für den Verkauf brauchen. Diese Unterlagen landen beim Räumen sonst leicht im Container:
Grundbuchauszug, Baupläne und Baugenehmigung, Energieausweis, Heizkostenabrechnungen der letzten Jahre, Protokolle vom Schornsteinfeger, Rechnungen über Handwerkerarbeiten, Versicherungspolicen, Schlüssel und Wertsachen.
Besonders wichtig sind die Baupläne und die Heizkostenabrechnungen. Fehlen die Pläne, muss man sie später teuer beschaffen. Fehlen die Abrechnungen, wird der Energieausweis aufwendiger.
Drei Wege – und einer, den Sie meiden sollten
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Erst räumen, dann verkaufen
Das leere Haus lässt sich am besten fotografieren und zeigen. Käufer sehen die Räume, die Wände und den Boden. Der Nachteil: Sie müssen die Räumung vorher organisieren und bezahlen, und bis dahin verkauft sich nichts.
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Verkaufen und bis zur Übergabe räumen
Oft der klügste Weg. Die Vermarktung läuft schon, während parallel geräumt wird. Im Kaufvertrag steht ein fester Übergabetermin – bis dahin muss das Haus leer sein. So gewinnen Sie Monate.
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Verkaufen, wie es ist – der Käufer räumt
Der am wenigsten bekannte Weg. Gerade Käufer, die ohnehin renovieren wollen, übernehmen das Haus auch mit Inhalt. Dafür rechnen sie die Räumungskosten beim Preis ein. Für Familien, die weit weg wohnen oder keine Kraft mehr haben, ist das oft eine echte Erleichterung.
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Nichts tun und abwarten
Ein Haus, das lange voll und unbewohnt steht, kostet weiter Grundsteuer, Versicherung und Heizung. Es kann Feuchtigkeit ziehen, und bei Leerstand sollte die Gebäudeversicherung informiert werden. Warten ist fast immer die teuerste Lösung.
Wenn verkauft wird, solange es noch voll ist
Nicht alles räumen – aber Luft schaffen
Volle Räume wirken kleiner, und Käufer werden misstrauisch, wenn sie Wände, Fenster und Keller nicht sehen können. Es reicht oft schon: Flure und Treppen frei, Fenster und Heizkörper zugänglich, Keller und Dachboden begehbar, persönliche Fotos und Papiere weg.
Mitverkaufen statt wegwerfen
Eine gut erhaltene Einbauküche, Gartengeräte, Werkzeug oder Möbel können mit dem Haus verkauft werden. Das wird im Kaufvertrag als Inventar aufgeführt. Der Käufer freut sich, und Sie haben weniger zu räumen.
Im Kaufvertrag genau festhalten, was bleibt
Was bleibt im Haus, was kommt raus, und bis wann? Das gehört schriftlich in den Vertrag. Dann gibt es bei der Schlüsselübergabe keine Überraschungen – für keine Seite.
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Haus räumen zu lassen?
Das hängt von der Menge ab, von Keller, Dachboden und Nebengebäuden. Bei einem vollen Einfamilienhaus kommen schnell einige tausend Euro zusammen. Lassen Sie sich immer ein schriftliches Angebot nach Besichtigung geben und achten Sie darauf, dass die Entsorgung belegt wird.
Wir haben geerbt. Dürfen wir einfach anfangen zu räumen?
Vorsicht. Solange noch nicht klar ist, ob alle das Erbe annehmen, sollte nichts verkauft oder weggeworfen werden – wer das tut, kann damit das Erbe schon angenommen haben. Und in einer Erbengemeinschaft gehört alles allen gemeinsam. Sprechen Sie sich deshalb vorher ab und fragen Sie im Zweifel beim Notar nach.
Wie gehe ich beim Räumen am besten vor?
Dazu haben wir eine eigene Seite mit den Schritten in der richtigen Reihenfolge: Haushaltsauflösung im Elternhaus.
Wo wir hineinpassen
Wir sehen uns das Haus mit Ihnen an und sagen Ihnen ehrlich, welcher Weg sich rechnet: vorher räumen, parallel räumen oder so verkaufen, wie es ist.
Und wenn Sie möchten, kümmern wir uns darum: Wir holen Angebote von zuverlässigen Räumungsfirmen aus der Region ein, lassen die Handwerker ins Haus, verwalten die Schlüssel und sorgen dafür, dass zum Übergabetermin alles erledigt ist.
Das ist besonders dann eine Hilfe, wenn Sie nicht in Ostfriesland wohnen.
Unser Angebot
Wir sehen uns das Haus vor Ort an, auch wenn es noch voll ist. Sie bekommen eine schriftliche Werteinschätzung mit Begründung und unsere Einschätzung, ob sich eine Räumung vor dem Verkauf lohnt. Kostenlos, unverbindlich, und Sie behalten sie. Auch dann, wenn Sie nicht verkaufen.
Sie müssen vor unserem Besuch nichts aufräumen. Wir haben schon viele volle Häuser gesehen.
04941 6018 637
Auch am Wochenende – wir sind besonders sonntags erreichbar.