Sanieren oder verkaufen?

Nicht jeder Euro, den man in ein Haus steckt, kommt beim Verkauf wieder heraus.

Das Dach müsste neu. Die Fenster sind aus den Achtzigern. Die Heizung läuft noch, aber niemand weiß, wie lange. Und jedes Mal, wenn man die Zeitung aufschlägt, steht wieder etwas über neue Vorschriften drin.

Irgendwann steht dann die Frage im Raum: Nehmen wir das jetzt in Angriff – oder ist das der Punkt, an dem man das Haus jemandem überlässt, der Lust darauf hat?

Beides kann richtig sein. Falsch ist nur, es ohne Zahlen zu entscheiden.

Was Sie wirklich müssen – und was nur in der Zeitung stand

Es gibt Pflichten, die tatsächlich gelten: die Dämmung der obersten Geschossdecke, der Austausch sehr alter Heizkessel, die Dämmung von Heizungsrohren in unbeheizten Räumen. Wer sein Ein- oder Zweifamilienhaus allerdings schon lange selbst bewohnt, ist von einigen davon ausgenommen – bei einem Eigentümerwechsel greifen sie dann für den Neuen, mit einer Übergangsfrist.

Bei der Heizung ist die Lage unübersichtlicher. Wann welche Vorgabe greift, hängt vom Gebäude, vom Alter der Anlage und von der Wärmeplanung der Gemeinde ab – und die Regeln werden immer wieder überarbeitet. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf das, was jemand im Baumarkt erzählt hat. Ein Energieberater sagt Ihnen in einem Termin, was für Ihr Haus gilt.

Was in jedem Fall gilt: Wer verkauft oder vermietet, braucht einen gültigen Energieausweis. Den machen wir für Sie.

Ihre Möglichkeiten

  • Sanieren – aber mit Plan und in der richtigen Reihenfolge

    Ein individueller Sanierungsfahrplan kostet wenig, wird gefördert und sagt Ihnen, was wann sinnvoll ist. Die Reihenfolge ist nicht egal: Wer neue Fenster einbaut, ohne die Wände anzufassen, holt sich schnell Schimmel ins Haus.

  • Nur instand halten, nicht sanieren

    Dach dicht, Heizung läuft, Fenster schließen – mehr nicht. Ein völlig legitimer Weg, wenn Sie noch überschaubar lange in dem Haus wohnen. Sie geben dann keine großen Summen aus, müssen aber wissen, dass sich das später im Verkaufspreis zeigt.

  • Verkaufen, wie es ist

    Für unsanierte Häuser gibt es einen echten Markt. Junge Familien suchen genau so etwas, weil sie selbst Hand anlegen wollen – und für Häuser mit schlechter Energieklasse gibt es Förderkredite, die es für sanierte Häuser nicht gibt. Ein Sanierungsstau macht ein Haus nicht unverkäuflich. Er macht es günstiger und für eine andere Käufergruppe interessant.

  • Vor dem Verkauf gezielt aufbereiten

    Kleine Dinge lohnen sich fast immer: streichen, Silikonfugen erneuern, den Garten in Ordnung bringen, kaputte Kleinigkeiten reparieren. Das kostet wenig und wirkt stark. Sagen Sie uns vorher Bescheid – wir sagen Ihnen, was sich lohnt und was Sie sich sparen können.

  • Die halbe Sanierung kurz vor dem Verkauf

    Der teuerste Fehler in diesem Bereich. Kurz vor dem Verkauf noch eine neue Heizung einbauen oder das Bad machen – und dann feststellen, dass der Kaufpreis nur um einen Bruchteil der Kosten steigt. Käufer honorieren eine einzelne neue Anlage in einem sonst unsanierten Haus selten in voller Höhe. Wenn saniert wird, dann für sich selbst, nicht für den Verkauf.

Die Rechnung, die Sie aufstellen sollten

Drei Zahlen nebeneinander

Erstens: Was würde die Sanierung kosten – ehrlich, mit Handwerkerpreisen von heute und einem Aufschlag für das, was man erst sieht, wenn die Wand offen ist. Zweitens: Was wäre das Haus danach wert? Drittens: Was bekommen Sie heute dafür, so wie es dasteht?

Und dann die ehrliche Frage

Wenn die Differenz zwischen Zahl zwei und Zahl drei kleiner ist als Zahl eins, rechnet sich die Sanierung für den Verkauf nicht. Dann bleibt die Frage, ob sie sich für Sie lohnt – weil Sie noch fünfzehn Jahre in dem Haus wohnen und weniger heizen wollen. Das ist eine völlig andere Rechnung, und sie kann trotzdem eindeutig ausfallen.

Wo wir hineinpassen

Für Sanierungsfahrplan, Förderanträge und die Frage, was für Ihr Haus vorgeschrieben ist, ist ein Energieberater zuständig. Für die Ausführung die Handwerksbetriebe, für die Finanzierung Ihre Bank.

Wir sind für die Zahlen zuständig, die am Markt entstehen: Was ist das Haus heute wert – unsaniert? Was wäre es nach der Sanierung wert? Und welche Maßnahmen zahlen sich beim Verkauf tatsächlich aus?

Wir sagen Ihnen auch, wenn sich etwas nicht lohnt. Ein Makler, der Ihnen zu einer teuren Sanierung rät, damit der Kaufpreis steigt, denkt an seine Provision und nicht an Ihr Ergebnis.

Unser Angebot

Wir sehen uns das Haus vor Ort an, und Sie bekommen eine schriftliche Werteinschätzung mit Begründung – auf Wunsch mit einer Einschätzung, welche Maßnahmen sich im Hinblick auf den Verkauf lohnen und welche nicht. Kostenlos, unverbindlich, und Sie behalten sie.

Wenn am Ende herauskommt, dass Sie das Dach machen lassen und die nächsten zwanzig Jahre wohnen bleiben, ist das ein gutes Ergebnis.

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Auch am Wochenende – wir sind besonders sonntags erreichbar.

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