Wenn das Haus zur Last wird
Rate zu hoch, Zinsbindung läuft aus oder es wird Geld gebraucht – je früher man rechnet, desto mehr Wege gibt es.
Es gibt zwei sehr verschiedene Gründe, warum jemand wegen der Finanzen über sein Haus nachdenkt. Der eine: Es wird eng. Die Rate passt nicht mehr zum Einkommen, die Zinsbindung läuft aus, oder eine große Reparatur steht an und das Geld ist nicht da. Der andere: Es ist alles in Ordnung, aber im Haus steckt Kapital, das man lieber anders einsetzen würde.
In beiden Fällen gilt dasselbe: Je früher Sie sich einen Überblick verschaffen, desto mehr Möglichkeiten haben Sie. Wer wartet, bis Mahnungen kommen, hat am Ende nur noch eine – und das ist die schlechteste.
Reden Sie zuerst mit Ihrer Bank
Das klingt banal, ist aber der Schritt, den die meisten am längsten hinausschieben. Dabei hat eine Bank kein Interesse an einer Zwangsversteigerung – die kostet auch sie Geld und Zeit.
Oft lässt sich mehr machen, als man denkt: die Tilgung vorübergehend senken, die Laufzeit strecken, eine Rate aussetzen, die Sicherheit auf ein anderes Objekt übertragen. Voraussetzung ist, dass Sie das ansprechen, solange noch nichts passiert ist.
Und wenn es nicht nur um den Hauskredit geht, sondern die Schulden insgesamt gewachsen sind: Es gibt anerkannte Schuldnerberatungsstellen, die kostenlos beraten. Das ist kein Eingeständnis, das ist der vernünftige Weg – und sie kennen Möglichkeiten, die man selbst nicht auf dem Schirm hat.
Ihre Möglichkeiten
Verkaufen ist nur eine davon – und selten die erste.
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Umschulden oder neu verhandeln
Wenn die Zinsbindung ausläuft, ist ein Vergleich Pflicht. Das Angebot der eigenen Bank ist selten das beste am Markt. Und nach zehn Jahren Laufzeit können Sie jeden Immobilienkredit mit halbjähriger Frist kündigen, ohne dass eine Entschädigung fällig wird.
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Einen Teil des Hauses vermieten
Eine Einliegerwohnung, das ausgebaute Dach, manchmal auch nur ein Zimmer. Bringt monatlich Geld, ohne dass Sie ausziehen. Der Umbau muss sich allerdings erst einmal rechnen.
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Einen Teil des Grundstücks abtrennen und verkaufen
Der übersehene Weg. Wer ein großes Grundstück hat, kann oft eine Bauparzelle abtrennen lassen. Sie bleiben wohnen, bekommen aber Geld in die Hand. Ob es geht, hängt an Zuschnitt, Zufahrt und Bebauungsplan – das lässt sich schnell klären.
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Verkaufen und die Schulden ablösen
Der klare Schnitt. In den meisten Fällen bleibt nach Ablösung des Kredits noch etwas übrig – und vor allem endet die monatliche Belastung. Wichtig ist der Zeitpunkt: freihändig verkauft man immer besser als unter Druck.
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Verkaufen und wohnen bleiben
Über ein Wohnrecht oder einen Nießbrauch, notariell geregelt. Für manche genau der richtige Weg, vor allem im höheren Alter. Der Kaufpreis fällt dadurch niedriger aus – das gehört ehrlich dazugesagt.
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Vorsicht bei Teilverkaufs-Angeboten
Anbieter, die einen Anteil Ihres Hauses kaufen und Ihnen dafür ein monatliches Nutzungsentgelt berechnen, werben stark. Verbraucherschützer kritisieren diese Modelle seit Jahren als teuer und schwer durchschaubar. Wenn Ihnen so etwas angeboten wird: Rechnen Sie es durch und lassen Sie den Vertrag von jemandem ansehen, der nichts daran verdient.
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Warten, bis die Zwangsversteigerung läuft
Das ist der Weg, den niemand wählt und in dem trotzdem viele landen. Bei einer Versteigerung kommt fast immer weniger heraus als bei einem normalen Verkauf. Solange noch kein Zuschlag erteilt ist, kann man freihändig verkaufen – aber jeder Monat, den man verstreichen lässt, kostet Geld.
Zwei Zahlen, die Sie kennen sollten
Was ist das Haus heute wert?
Nicht, was Sie damals bezahlt haben. Nicht, was das Internet sagt. Der Wert, den es heute am Markt erzielen würde – begründet und schriftlich.
Was steht noch auf dem Kredit?
Die Restschuld bekommen Sie von Ihrer Bank auf Anfrage. Erst wenn Sie beide Zahlen nebeneinanderlegen, wissen Sie, worüber Sie eigentlich reden – und ob überhaupt Handlungsbedarf besteht. Bei vielen Häusern ist die Lage besser, als die Betroffenen befürchtet haben.
Wo wir hineinpassen
Für Kredit, Umschuldung und Restschuld ist Ihre Bank zuständig, für Steuerfragen der Steuerberater, bei größeren Schwierigkeiten eine anerkannte Schuldnerberatung.
Wir sind für alles zuständig, was am Haus hängt: Was ist es wert? Was brächte eine abgetrennte Parzelle? Was wäre bei einer Vermietung möglich? Und wenn verkauft wird – wie geht das, ohne dass die halbe Nachbarschaft davon erfährt?
Ein Wort dazu: Wir behandeln solche Gespräche vertraulich, und ein Verkauf muss nicht öffentlich stattfinden. Für viele ist genau das der Grund, sich lange nicht zu melden.
Unser Angebot
Wir sehen uns das Haus vor Ort an, und Sie bekommen eine schriftliche Werteinschätzung mit Begründung. Kostenlos, unverbindlich – und Sie behalten sie, auch wenn Sie nicht verkaufen oder sich für jemand anderen entscheiden.
Wenn am Ende herauskommt, dass Sie das Haus behalten können, ist das ein gutes Ergebnis.
04941 6018637
Auch am Wochenende – wir sind besonders sonntags erreichbar.